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Infos zu betrügerischen Fake-Mails

Wie wir bereits vergangene Woche berichtet haben, kam es vermehrt zu betrügerischen Emails.

Nach näherer Durchsicht der Beispiele möchten wir Sie an dieser Stelle darüber informieren, woran man eine solche Email als Fake erkennen kann:

  1. In den Emails werden keine Daten des Anschlussinhabers genannt, lediglich die angebliche IP-Adresse, sowie die Email-Adresse. Weder wird, wie allgemein üblich, der Internet-Provider genannt, noch Name und Adresse des Anschlussinhabers. Ein offensichtliches zeichen dafür, dass die Verfasser dieser Emails davon keine Kenntnis haben und ledoglich über das Internet Emailadressen erfahren haben.
  2. Auch zu den angeblich zum Download angebotenen Werken erhält der Adressat der Email keinerlei Informationen. Es wird lediglich behauptet eine bestimmt Anzahl von Weken herunter- bzw. hochgeladen zu haben. Auch hier weisen die Formulierungen auf Laien hin.
  3. Auch im Folgenden gibt es keine weiteren Erläuterungen. Die rechtlichen Hintergründe werden mit einem Hinweis auf die Presse abgetan.
  4. Die fehlenden Fachkenntnisse der Verfasser werden besonders daran deutlich, dass sie behaupten durch die Zahlung der geforderten Summe könnte man weitere Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen verhindern. Es handelt sich bei §106 UrhG, welcher die Strafbarkeit der unerlaubten verwertung zum gegenstand hat, um ein so genanntes relatives Antragsdelikt. Das bedeutet, dass eine Strafverfolgung zum einen durch Antrag des geschädigten erfolgen kann, jedoch auch wenn die Staatsanwaltschaft ein besonderes öffentliches Interesse an der Verfolgung sieht. Somit könnte zwar der Eingangs des Schreibens genannte Strafantrag wieder zurückgenommen werden, die Staatsanwaltschaft als Herrin des verfahrens müsste deswegen aber nicht sämtliche Ermittlungen einstellen.
  5. An der fehlenden Aufforderung eine strafbewehrte Unterlssungserklärung abzugeben zeigt sich, dass die Versender lediglich materielle Interessen haben.
  6. Auffällig ist auch die Forderung der Adressat solle den genannte Abgeltungsbetrag per Ukash bezahlen. Dieses Verfahren ist für Betrüger hilfreich, da die Zahlung nicht – wie eine Überweisung – verfolgt werden kann, eine Identifizierung durch die Zahlung also nicht möglich ist .

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass Sie im Zweifel jede Abmahnung per Email ignorieren können, soweit keine elektronische Signatur vorhanden ist.

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